Kunst-Industrie im Historismus
Das Museumsdorf Baruther Glashütte zeigt diee Sonderausstellung „Das Glas der Weltausstellungen – Kunstindustrie im Historismus“. Die Ausstellung ist den Weltausstellungen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gewidmet. Diese zogen zu ihrer Zeit Millionen von Besuchern an und alle westlichen Industrienationen betrachteten es als ehrenvolle Pflicht an diesem „friedlichen Wettstreit der Nationen“ teilzunehmen. Für die Industrie waren die Veranstaltungen hervorragend, um sich zu präsentieren. So war auch die Baruther Glashütte vertreten, die sich hier in Szene setzte. Über das Eisenbahnnetz gelang es, das Glas auf schnellstmöglichem Wege zu den Ausstellungen zu senden. So ist es nur passend, dass die Sonderausstellung im "Haus am Hüttenbahnhof" Platz findet.
Die Weltausstellungen fanden im Zeitalter des Historismus statt. Viele Menschen kamen mit dem für damalige Verhältnisse rasend schnellen Fortschritt nicht zurecht und sehnten sich nach der scheinbaren Idylle vergangener Jahrhunderte. So entstand die Kunst-Epoche des Historismus, die dem Geist der Romantik in Literatur und Musik ähnelt. Es wurden Gläser produziert, die vergangenen Epochen nachempfunden sind. Dabei besticht die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“: Neo-Gotik reiht sich an Neo-Klassizismus und Neo-Barock. Der Schein trügt: Die Gläser sahen zwar aus, als entstammten sie dem Mittelalter, jedoch waren sie mit modernsten technischen Mitteln hergestellt worden. Zahlreiche Ausstellungsstücke von hohem Wert in der Sonderausstellung veranschaulichen diese nostalgische Kunst-Epoche.
Öffnungszeiten:
Mittwoch-Sonntag: 10:00-16:00 Uhr
Januar und Februar geschlossen oder auf Anfrage.
Zutritt außerhalb der Öffnungszeiten und Sonderführungen auf Anfrage möglich.
Die Ausstellung hat noch bis zum 28. Juni 2009 geöffnet.
Eintritt:
Um Eintritt auf freiwilliger Basis wird gebeten.